Die Gehäuse von Bürstenmotoren beherbergen nicht nur die Permanentmagnete, sondern dienen auch der Stabilität des gesamten Motors. Bei einfacheren Triebwerken ist das Gehäuse komplett um den Motor geschlossen. Der Schmutz kann nur schlecht eindringen. Sollte dennoch etwas hineingelangen, so kann der Motor erheblichen Schaden nehmen, da der Schmutz kaum wieder ins Freie gelangt. Auch ist bei diesen Motoren eine Wartung nur sehr eingeschränkt möglich. In den meisten Fällen lassen sich nur die Gleitlager mehr oder minder gut auswaschen und neu ölen. Da mittlerweile die Motorleistungen sehr stark angestiegen sind, stießen diese Gehäusefonnen schnell an ihre Grenzen, vor allem die Hitzeentwicklung und die mangelnde Haltbarkeit waren verbessernngswürdig.
Logisch...
Modified- und auch gute Standard- Motoren besitzen heutzutage außen liegende Kohlenschächte und zu öffnende Gehäuse
Der Schritt zu demontierbaren Motoren war logisch. Zu diesem Zweck wurde das hintere Lager in einem abnehmbaren Endstöck untergebracht. Die generelle Konstruktion, bestehend aus einer Scheibe mit Bohrungen, in welche die Schrauben des hinteren Endstöckes eingeschraubt werden, ist schon seit Jahren erprobt. Dies ermöglicht nicht nur die Demontage des Motors, sondern auch die Einstellung des Tiniings. Der nächste Schritt lag in der Verfeinerung der Lagerung des Rotors. Die dafür verwendeten Kugellager sind ausnahmslos in zölligen Abmessungen gehalten. Die nun immer schneller drehenden Anker und stärkeren Magnete warfen weitere Probleme auf: die sehr schnell ansteigende Hitze, welche unter anderem durch verstärkten Kollektorabbrand hervurgerufen wurde.
Dieser wiederum wird unter anderem durch unrunde und sehr schnell laufende Rotoren verursacht. Um auch dieser Problematik Rechnung zu tragen, wurden die Kohlen federnd gelagert, um unrund laufende Kollektoren kontinuierlich mit Strom versorgen zu können. Die Motoren wurden nochmals leistungsfähiger und die dadurch entstehende Hitze brachte zunehmend Probleme. Diese wurden durch diverse Lüftungsschlitze oder auch speziell geformte Rotoren (welche Luft durch den Motor ziehen sollen) angegangen.
Die Leistungsdaten lassen sich nur mit sehr hohem Wartungsaufwand realisieren und auch die Lebensdauer solcher Triebwerke sinkt kontinuierlich.
Die Wirkungsgrade sind seit einiger Zeit nicht merklich gestiegen, die Vielfalt aber sehr wohl. Heute werden moderne Motoren in diversen Austattungsvarianten auf den Markt gebracht. Hierbei werden zunehmend auch die Stock oder Standard-Motoren mit hochwertigen Gehäusen versehen. Das macht Sinn, da diese Motoren aufgrund des engen Reglements der Wicklungen und der Motorkohlen eigentlich nur über die Magnete und das Gehäuse weiter in der Leistung verbessert werden können. Das diese Gehäuse sich häufig nicht öffnen lassen, ist leider eine unangenehme Erscheinung, da die Motoren sich somit nicht zu Reinigungszwccken demontieren lassen. Der Motor erreicht so natürlich nicht seine optimale Lebensdauer, was vor allem Jugendliche stören könnte, da Ihr Geldbeutel schon mit anderen Hobbyausgaben kräftig belastet wird.